Etappe 2 von Bermuda zu den Azoren

… dauert noch ein wenig ...

Samstag, 14. März

Seit gestern Abend 9:00 Uhr mit Diesel gefahren, weil die Winde weniger günstig, vielmehr so gut wie nicht wehen. Beim Beginn meiner Wache um 00.00 Uhr gab es einen fantastischen Sternenhimmel zu bewundern. Der abnehmende Mond ging exakt gerade auf. Zunächst dachte ich, es wäre ein vollbeleuchtetes Schiff. Durch seine grandiose Beleuchtung der Szene verschwanden jedoch viele Sterne schlagartig. Die ganze Pracht des Sternenhimmels kann wohl nur von einem Schiff aus auf dem Atlantik bewundert werden. Je weiter der Mond aufstieg, desto mehr Sterne verschwanden vom Nachthimmel.

Heute gab es NiXX zu tun wg. Mangelwind. Ich schlief dann eine Stunde länger wie üblich, Frühstück habe ich wie meistens in der Dogwatch ausfallen lassen, esse dafür mehr am Abend und während der Nacht. Nach den ersten zwanzig Meilen sahen wir backbordseitig den ersten Wal ... endlich. Er war ziemlich weit draußen und drehte sich irgendwie spielerisch freundlich zur Seite so ganz relaxed. ... Tablet war unten ... auch zu kurz zum Fotografieren. Von den kleinen Flugfischen habe ich auch noch keine Aufnahmen. Segel sind alle gesetzt, Motor läuft, Fabian möchte anscheinend so schnell wie möglich in die Westwindzone gelangen.

Die Crew schläft.... Auf dem Achterdeck wird gearbeitet. Die Alleskönnerin Lea flickt mit schwerem Gerät das große Besansegel. Der Sturm vom vergangenen Donnerstag hat ein Loch gerissen. Johann umwandelt mit Seilen Ösen ... usw.

Es geht nicht allen so gut. Die meisten haben weiße Pflaster hinter den Ohren. Wenn ich jetzt nachdenke, war es für mich ganz schön unangenehm die erste Woche. Ich bin froh, das ohne Medikamente überstanden zu haben und kann es nachfühlen wie man sich elendig oder -lich fühlt. Mittlerweile kann ich fast so sicher wie die Crew die Seitengänge entlang laufen ohne mich festhalten zu müssen. Gutes Gefühl der Sicherheit. Vielleicht probiere ich noch mal einen Charlie Chaplin Sprung. Und evtl. vielleicht auch auf die erste Plattform der Masten. Mal schauen. Bisher ist keiner hoch, auch von den letzten Passagieren nicht.

Seit heute Mittag alle Segel oben, zwischendurch etwas Regen ☔️. Manchmal rollt das Schiff ganz gewaltig.

Sonntag, 15. März bis Dienstag, 17. März,

Eintrag am Dienstag, Tage verspätet ...

Die Wache Sonntagnacht war wirklich schrecklich, Seegang und Regen. Körper trocken, Schuhe nass und später wg, Kälte kaum zu ertragen. Kein Mond 🌒, schlimm. Segel rauf und runter.

Montag bewölkt, bestimmt über 30 Delphine gesehen, die unser Schiff meistens zu dritt in langer Reihe von back gequert haben. Schön zu sehen wie sie knapp unter der Oberfläche ziemlich rasant vorbeischwammen, nur wenige sprangen, sie waren wohl auf dem Weg in ein Fanggebiet und hatten daher keine Zeit die "Alte Lady" zu bewundern. 

Auch die gestrige Wache anstrengend, aber trocken. Zweimal Brassen war angesagt, total nahezu alle Segel verändert und getrimmt.  Wenig mehr Erfolg beim Vorwärtskommen, der Wind geht auf die "Schnauze". Am Montag vor dem Abendessens eine Ansage des Kapitäns: die Botschaft aus Deutschland 🇩🇪 : bis 4. April keine Chance für Anlanden bzw. überhaupt Aufenthalt im Hafen von Horta. Versorgung bzw. Bunkern seien gesichert. Was tun? Ich habe den Eindruck, dass Fabian das Schiff nach kurzem Aufenthalt nach Frankreich bringen will. Große Sorge von Lea, der Tabak reiche nicht. Was tun? Ich denke, unsere geplanten "Ferien" auf den Azoren können wir 2021 nachholen.

Wunschtraum der meisten Passagiere: man würde gerne über Horta auf Faial bleiben und warten bis ein Flieger Richtung Europa abhebt ...

Mittwoch, 18. März, Hundewache wie immer

DogWatch, Zeit von 00:00 bis 4:00 Uhr 

Ganz klare Nacht, noch nie so viele funkelnde Sterne 🌟 gesehen. Alles ganz klar, von ganz wenigen Wolken durchzogenes Firmament. So wie es aussah, wird es keinen Regen geben. Ziemlich dunkel ohne Mond, der erst am Ende der Wache aufgehen wird. Endlich 😊 habe ich es auch raus, welche Kleidung ich wie übereinanderschichte um vom Wind nicht ausgekühlt zu werden. Vier Stunden können ganz schön lange dauern.

Schade, dass ich nur die wichtigsten Sternbilder erkenne: beide Wagen, dann der Polarstern wirklich im Norden, dann Castor und Pollux, Venus und Sirius. Die Nachtgruppe hat sich vorgenommen, ein entsprechendes Buch zu suchen, leider erfolglos. Während der Nacht auch zwei Schiffe, die uns back überholen und Flugzeuge, von Amerika Richtung Europa. Es funktioniert noch der internationale Luftverkehr. Natürlich ist Corona ein Thema. In der Messe hängt jetzt auch ein kleines Merkblatt aus wg. Hygiene.

Zurück zu den Sternen ✨: man sitzt oder steht am Achterdeck. Mittlerweile kann ich sehr gut ohne Halt stehen und auch die Gänge ohne Hände entlangkommen. Man schaut von hinten über die Segel oder zur Seite, sucht immer wieder zusammenhängende Figuren und stellt sich vor, was es sein könnte. Einfach wunderschön 😊 ... auch wenn wir mit Motor gefahren sind wg. Windmangel.

Mittlerweile lasse ich auch das Frühstück aus um den geteilten Schlaf nachzuholen. Ich habe bis zehn geschlafen, geduscht dann an Deck ein bisschen schauen 👀. Um halb zwölf gibt es für meine Wache bereits Mittagessen. Das ist der Vorteil der Wache 12:00 bis 16:00 Uhr.

Die Mittagswache durfte zu Beginn nur Seile aufräumen...  Nachdem der erwartete Wind von hinten eintraf, konnten erstmals alle bis auf das kaputte Segel gesetzt werden. Endlich mit 9 Knoten und ohne Motor den Atlantik durchpflügen. Toll 👏.

Vom Westen kam noch eine Gruppe von ca. zwölf kleineren Delphinen, die es über eine Viertelstunde mit unserem Bug aushielten. Schwammen nebeneinander, zeigten sich die schimmernden weißen Bäuche und tauchten dann wie verabredet immer gleichzeitig zum koordinierten schnellen Luftholen auf. Wunderschön, kein Fotoapparat an Deck.

Um kurz vor 16:00Uhr setzte dann Starkregen ☔️ ein.

Heute Nachmittag gab es Eiscreme 🍦. Nach einer Stunde begann Becca mit der Zubereitung des Nachtessens.

Geordnetes Leben auf dem Schiff: Rhythmus. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

Freitag, 20. März, Tagwache

Tagwache von 12:00 bis 16:00 Uhr 

Gerade nichts zu tun, schreibe an Deck, wenig Wind, fast Vollbesegelung, Wind dreht ständig. Ich stand vorhin am Ruder, ging ganz gut, musste nur einmal anluven, um die Geschwindigkeit zu halten. Heute Nacht war viel zu tun, fast erschöpft, selbst Karl, der Fitteste konnte nicht mehr. Bis auf eines alle Segel gesetzt. Dieses hatte von der ersten Woche an ein Loch und konnte als stabilisierendes Segel leider nicht eingesetzt werden. Heute habe ich von kurz nach vier bis fast 11:00 🕚 durchgeschlafen.

Denke gerade daran, wie es wohl geht in Augsburg mit den Einschränkungen. Franz, Salzburger, Satelliten-Telefon-Besitzer hat von seinen Kollegen eine SMS bekommen: "Bleibt bis September auf dem Atlantik als sicherstem Ort!" Ich träume eher von den Azoren und uns Beiden.

In Ruhe freihändig duschen zu können, ohne sich Verletzungen zuzufügen oder sein Zeug ordentlich aufzuräumen. Fast alle sind der Meinung, es sei ganz schön anstrengend. Jeder stellte es sich komfortabler vor ... man muss an Sturmtagen wirklich vornübergebeugt sein Essen reinschaufeln .... und mit seinen Kräften und viel Schlaf sein Leben auf dem Schiff in der Schwebe halten. Auf der anderen Seite ist eben alles rhythmisiert und in 24 Stunden geordnet. Wie die Mannschaften in früheren Zeiten das auf den damaligen Segelschiffen bewerkstelligt haben, ist bewundernswert.

Heute eine stabile und für uns sehr günstige Windvorhersage, Richtung und Zeit können gut berechnet werden. Sooo ...

Sonntag, 22. März

Gestern haben wir auf der Karte nachgemessen, was wir so fahren. Von der Fahrstrecke her waren wir schon weit. Dann mussten wir jedoch  36 Stunden komplett nach Süden fahren, weil Fabian keinen Diesel mehr in die Luft blasen wollte. Wir haben die Hälfte der Zeit, aber nur ein Drittel der tatsächlichen Strecke hinter uns gebracht. Aus unserer Warte wäre es vermutlich nicht so schlecht, auf Horta erst später anzukommen. Alle hofften,  die Osterferien könnten  eine Lockerung der Einschränkungen bringen. Das Thema taucht immer wieder auf als positiver Fixpunkt im Alltag. Es ist ein kleiner Hoffnungsschimmer am heutigen leicht bewölkten Vormittagshimmel. 

In der DogWatch gab es heute Nacht kaum belastende Arbeiten, weil wir mittlerweile eine gewisse Routine haben und das Schiff mit Rückenwind nicht ausgereizt werden muss. Wir fahren seit zweit Tagen über 140 Meilen am Tag. Werden das Defizit aber nicht mehr aufholen, s.o.

Vorgestern hatte Benno, der Schweizer seinen 65. und den Beginn seiner Pension mit Nachmittagskuchen, 🍫, und abends mit Rotwein gefeiert. Wir haben ihm ein Ständchen gesungen 🍀. 

Heute Nacht pünktlich um 24:00 Uhr hat Lea, Griechin und Alleskönnerin der Crew ihren 21. Geburtstag 🎂 gefeiert. In der kleinen Messe hängen Flaggen und auch eine kleine Zeichnung ... . Die Crew hat einen sehr engen Zusammenhalt.

Nachdem die Sonne ☀️ scheint, werde ich mich mal wieder eincremen. Gesicht ist immer noch OK, die Unterarme haben schon die zweite Schicht.

In der 12er Wache heute lange am Steuer. Hans war das Meer zu hektisch.

Gute Nachricht: 171 Meilen Fortschritt an einem Tag, doppelt nachgemessen. Super👻😊🍀. Endlich 😊 geht es im Vorwärtsgang auch wenn sich das Wetter wieder ändern wird, wahrscheinlich.

Kurz vor dem Schlafen 19:30 🕤: schön, Stimmen über Satellit zu hören und dass es allen gut geht und alle gesund sind. ✨👏🇩🇪

Montag, 23. März

Heute Nacht habe ich aufgegeben. Angekündigt und eingetroffen ein Sturm der Kategorie acht für mindestens zwölf Stunden. Das sieht dann so aus: vom Vordeck kommt ein Brecher bis nach hinten mit einer Höhe, für die meine Schuhe nicht geeignet sind. Wer Stiefel 👢 hat, alles gut. Nach eineinhalb Stunden war mir so kalt 🥶, dass ich mich abgemeldet habe und nicht den Cowboy spielen wollte. Meine Wache erzählte mir am Morgen, dass es Christian komplett den Langgang durchgespült habe. Gott sei Dank ohne eine Verletzung. Der Kapitän 👩‍✈️ hält nicht unbedingt Kurs nachdem wir jetzt Zeit haben. Anstatt mit Kurs 90 wird mit Kurs 130 gefahren, damit das Schiff möglichst wenig rollt, angenehmer so!Die Köchin hat sich wg. Schwindel abgemeldet. Auf alle Fälle kann es nur noch besseres Wetter geben. Kalt ist es auch noch in der Messe. Von daher lege ich mich bis zum Mittagessen 🥗 in die Koje unter die Decke. Wer weiß wofür der Vorschlaf gut ist.

Auf alle Fälle kommen wir Horta näher und dann sehen wir weiter, was auch gestern Abend der Abschlusskonsens war. Das Sat-Telefon von Franz wurde sogar bis nach Griechenland benutzt vom Geburtstagskindle Lea.

13:00 🕐: von den Passagieren darf zur Zeit keiner raus wg. Windstärke 9 plus, Wellenhöhe 4 plus, allerdings mit schöner langer Dünung. Vorhin schlugen Wellen komplett über die Aufbauten, alle erschraken, weil es an die nicht allzu dicken Scheiben gewaltig hinprasselte. Zur Zeit läuft auch die Heizung, alle trocknen ihr Zeug. Ich bin froh, das Geschaukle ohne Tabletten gut in den Griff bekommen zu haben.

Wir haben seit gestern Abend schon über die Hälfte der Strecke hinter uns, als reine Messstrecke zwischen Bermuda 🇧🇲 und Horta, sagt gerade Lukas, der Jüngste.

40 Knoten Wind zur Zeit.

14:00 🕑: Fenster werden von außen mit vorgefertigten Holzplatten gesichert; kleiner Hinweis für Hermann Burkhardt und Leo Gutmann.

Das S5 GPS funktioniert als einziges Handy an Bord mit Google-Maps nicht nur zum Wandern.

Dienstag, 24. März, Vormittag

Wir hören gerade schöne alte schweizerisch-deutsche Musik von Bennos Handy. Gemütliche Stimmung nach den letzten stürmischen 36 Stunden, wo wir zwar keine Wache 💂‍♀️ hatten und aus Sicherheitsgründen unter Deck bleiben mussten. Wenn im Durchschnitt so viel Porzellan kaputt geht wie in diesen Stunden, haben wir bald keine tiefen Teller mehr. Der Wind ist sehr ungünstig, wir fahren wieder Richtung Süden, um das Rollen zu vermeiden. Fabian meinte, das holen wir wieder auf, weil der Wind wieder dreht auf  Stürmisch 🌬 und die Fehlrichtung korrigiert. Dann müssen die Fenster wieder geschützt werden. Wenn die Wachen nicht stattfinden, kann man auch nicht so richtig schlafen. Man ist zu ausgeruht und wartet, dass der Morgen graut und man ist gespannt, was einen an Unbekanntem erwartet.

Das Meer ist heute dunkel und hat eine lange Düngung, ziemlich kalt mit etwas Schaumkronen, kein Spritzwasser. Gestern war das Wasser "gitterartig", Erkennung für Windstufe 10.

Mittwoch, 25. März

Gestern Abend gab es noch ein Gespräch auf Initiative der Innsbrucker wg. der Verpflegung. Die Berufsköchin Esme fehlt einfach. Heute den ganzen Tag über Bestandsaufnahme, was überhaupt im Kühlraum gelagert ist und in welchen Mengen.

Gute Nachtwache ohne Einsatz, windig und kalt.

Benno überspielt mir seine schöne, alte Musik.

Sonst alles wie gehabt. Wir machen viel Strecke mit dem guten Wind aus dem Südwesten. Die Fehltage werden wohl dennoch nicht einzuholen sein.

Die Gruppe macht schon Pläne für Horta: wir mieten uns einen chinesisches Koch mit Corona in einem größeren Appartementgebäude. Humor der VERZWEIFELTEN. Ja, mal schauen wie es ausgeht.

Anrufe von Hans und Christian in Deutschland: Dorfbewohner dürfen ihre Häuser nicht verlassen, nicht mal zwei Kilometer die Enkel besuchen. Ingolstadt zwei Infizierte, Ausnahmezustand. der Verkehr in München rollt, Lokale sind geschlossen. ...

Donnerstag, 26. März

Furchtbare Nachtwache, alle waren froh, in der Galley die letzten beiden Stunden sitzschlafend verbracht zu haben. Wir haben uns nicht mal abgemeldet. Geschlafen bis 10:00 Uhr.

Zweite Wache mit etwas Regen und mit Segel Versetzen. Teil an einer Rah ist gebrochen. 

Heute Abend heiße Lasagne, hätte gerne etwas mehr gegessen. Fabian gab heute die Bestellliste für den WorstCase durch: fünf Wochen bis Europa durchfahren. Ich habe Gummistiefel und dunkle Schokolade aufgeschrieben. Andere brauchen Hygieneartikel wie Zahnpasta, Medikamente … und vor allem Tabak. Der Plan sieht momentan Lissabon vor, die Niederlande als Nummer zwei. Das entspräche auch dem Wunsch der Mehrheit, um zweimal zwei Wochen Quarantäne zu vermeiden. Wichtig sei auch noch, dass die Patronen für die Wasserbereitung vorliegen. Und nicht zuletzt, dass endlich richtiger Käse, nicht nur abgepackter englischer Gummikaese an den Hafen geliefert würde :)))).

Freitag, 27. März

Fahren seit gestern Abend wieder mit Motor und sind etwa 400 Meilen vor Horta. Die eigentliche Distanz hätten wir schon.

Gestern Nacht wieder einmal ein seltenes Schauspiel: ein großer und ein kleiner Delphin von back. Das grüne Licht der Algen beleuchtete ihre rasante Unterwasserfahrt. Wie eine große Schlange sah es aus, als sich die Delphine durch die Wellen pflügten. Sehr beeindruckend! 

Am heutigen Nachmittag das gleiche Schauspiel mit sechs kleineren Tieren. Bei Sonnenschein waren sie schon weiter draußen erkennbar wie sie nur wenig springend auf den Bug zuzischten und ihr Schauspiel links und rechtsherum schwammen. Nach einer Viertelstunde zogen sie mit einem "Schettern" wieder ab. Jetzt kenne ich schon drei Größen von diesen wirklich schnellen Tieren. Und dann auch noch eine breite Wal 🐋 Fontäne... allerdings sehr weit weg und nur einmal sichtbar.

Ein Anruf der Innsbrucker im österreichischen Innenministerium brachte nichts Neues wg. der Quarantäne.

Samstag, 28. März

Kurz vor dem Schlafengehen sind es nur noch knapp 240 Meilen bis zum vorläufigen Ziel Horta.

Nachtwache: Ruhige kleine Sternennacht, die unserem Hochzoller Himmel immer mehr ähnelt. Über zwei Stunden am Steuer.

Ruhiger Nachmittag mit Delphinen.

Abendessen mit Kraut und Kassler. Musik auf der Ukulele von Becca, Ersatzköchin und eigentlich Cellistin.

Wir sorgten uns um Floyd, den Amerikaner: kalte Hände, weiße Haut ... wird wohl eine Krise geben, wenn er in Horta nicht von Bord kann.

Der Kapitän schloss heute noch einmal Frankreich 🇫🇷 und die Niederlande 🇳🇱 als Zielorte kategorisch aus. Die Agentin der Firma könne wohl alles aus unserer Wunschliste besorgen.

Abendessengespräch: was man als erstes Zuhause machen werde ... Nadannnn!  Wache gut mit der Sommerzeit.

Sonntag, 29. März

Annehmbare Nachtwache ohne Regen, am Steuer, mit allen Sternen ...

Ab 3:00 begann es zu dämmern, erstmals zum Abschluss der Wache gute Sicht- und damit Arbeitsbedingungen und einen Himmel 🌌 der auf einen guten Tag hoffen lässt. Viele Vögel während der Nacht, die unermüdlich im Schein des Backlichtes nach Fischen suchen.

Während des Tages gab es viele zu sehen. Die Küstenvögel können anscheinend mit ihrem inneren Kompass 🧭 auch ihre Inseln wieder finden.

Die gelbe Pestflagge und die Azorenflagge wurden schon gehisst. Anscheinend müssen wir nicht auf Reede, wir können richtig festmachen wg. des nahen Sturmes.

Zum 4:00 🕓 Tee gab es heute selbstgemachte Cookies. Zum Abendessen  Farfalle mit Dosen-Thun-Fisch und Käse darüber. So richtig England halt ...

Wer weiß wie es weiter geht.

Auf alle Fälle freue ich mich aufs Land, das wir in der Nachtwache sicherlich schon im Dunst zu sehen bekommen oder sehen wir nur die Leuchtfeuer?

Und ich freue mich auf unseren Garten und unser Augsburg. Wer hat denn daheim  überhaupt die Bürgermeisterwahlen gewonnen? Derlei Fragen sind hier völlig unbedeutend!